Am 25. Mai 2020 starb ein schwarzer Mann namens George Floyd nach seiner Verhaftung in Minneapolis, Minnesota. Floyd wurde verhaftet, weil er mit einem angeblich gefälschten 20-Dollar-Schein Zigaretten gekauft hatte. Anschließend wurde er über neun Minuten lang mit dem Knie von Officer Derek Chauvin auf dem Boden festgehalten. Während des Vorfalls lag Floyd mit dem Gesicht nach unten auf dem Boden und trug Handschellen. Am 20. April 2021 wurde Chauvin wegen des Mordes an George Floyd vor Gericht gestellt und in allen Punkten des Mordes für schuldig befunden. Amerikaner im ganzen Land warteten gespannt auf den Ausgang des Prozesses, und viele waren erleichtert über den Schuldspruch gegen Chauvin.
Diese Situation warf erneut Fragen zu Polizeibrutalität und Rassismus in den Vereinigten Staaten auf. Aus diesem Vorfall entstand die "Black Lives Matter"-Bewegung. Nach diesem Vorfall fragen sich Menschen und Organisationen gleichermaßen, was getan werden kann, um Probleme im Zusammenhang mit rassistischer Ungerechtigkeit anzugehen.
Es ist wichtig, vielleicht sogar entscheidend, dass Arbeitgeber sich darauf vorbereiten, wie sie ihren Mitarbeitern am besten helfen und einige der Rassenschranken in den Vereinigten Staaten abbauen können. Dieses Gerichtsurteil und der allgemeine Vorstoß der Organisation "Black Lives Matter" werden sich höchstwahrscheinlich darauf auswirken, wie Organisationen in Zukunft funktionieren werden, weshalb es von entscheidender Bedeutung ist, dass Arbeitgeber sich darauf vorbereiten, wie sie ihre Organisationen in Zukunft umgestalten können.
Der neue Arbeitsplatz, wie wir ihn kennen
Laut einer Umfrage von Just Capital sind viele Amerikaner der Meinung, dass der Coronavrius "eine Gelegenheit für große Unternehmen war, einen Neustart zu wagen und sich darauf zu konzentrieren, das Richtige für ihre Mitarbeiter, Kunden, Gemeinden und die Umwelt zu tun". Dies gilt insbesondere in Bezug auf einige der sozialen Themen, die sich im Jahr 2020 stellten, darunter der Tod von George Floyd.
Die folgenden Schlüsselbereiche liefern Vorschläge, wie Unternehmen diese von den Arbeitnehmern gewünschten Veränderungen am Arbeitsplatz angehen könnten.
1. Ermöglichung von Tagen für psychische Gesundheit und Freizeitausgleich
Da es bei dem Prozess gegen George Chauvin um die strafrechtliche Verfolgung einer möglichen Polizeibrutalität ging, könnten viele Arbeitnehmer von ihrer täglichen Arbeit abgelenkt worden sein. In der Vergangenheit haben Arbeitgeber die Ablenkung ihrer Mitarbeiter möglicherweise als einen möglichen Mangel an Produktivität am Arbeitsplatz angesehen. Da jedoch die psychische Gesundheit und das Wohlbefinden der Amerikaner eine große Epidemie darstellen, sollten Arbeitgeber heute mehr denn je Verständnis für die Gründe haben, die ihre Mitarbeiter ablenken könnten.
Es ist besonders wichtig, sich darüber im Klaren zu sein, wie sich der Prozess gegen Derek Chauvin auf farbige Arbeitnehmer, insbesondere auf schwarze Arbeitnehmer, auswirken könnte. Der Chauvin-Prozess könnte bei diesen Mitarbeitern alte Traumata wachgerufen haben, mit denen sie im letzten Jahr zu kämpfen hatten.
Dennoch sollten Arbeitgeber um das Wohlergehen ihrer Mitarbeiter besorgt sein und etwas tun, um deren Gesundheit und Wohlbefinden zu fördern. Arbeitgeber sollten ihre Mitarbeiter nicht nur dazu ermutigen, sich bei Bedarf freizunehmen, sondern auch eine Vielzahl von Ressourcen zur Verfügung stellen, die den Mitarbeitern bei psychischen Problemen helfen.
2. Bereitstellung von Ressourcen
Wie bereits erwähnt, haben sowohl der Prozess gegen Derek Chauvin als auch das Coronavirus gezeigt, wie wichtig es ist, dass den Mitarbeitern ausreichend Ressourcen zur Verfügung stehen.
Für alle Mitarbeiter aller Rassen können Ressourcen für psychische Gesundheit, Selbsthilfegruppen für Rassen und andere Organisationen und Programme dazu beitragen, den Stress, die Angst und das Trauma, mit dem die Mitarbeiter konfrontiert sind, zu reduzieren.
Neben der Bereitstellung von Ressourcen sollten die Arbeitgeber ihre Mitarbeiter besser anhören. Dies sollte jeden Tag geschehen; diese Art von Veränderung erfordert keine organisierte Diskussion. Vielmehr sollten Arbeitgeber ihren Mitarbeitern jeden Tag ein offenes Ohr schenken und ihnen die nötige emotionale, mentale und moralische Unterstützung zukommen lassen. Es kommt vor allem darauf an, echte Empathie für seine Mitarbeiter aufzubringen und ihnen die notwendige Hilfe zukommen zu lassen.
3. Informieren Sie Ihre Führungskräfte und Mitarbeiter
Viele Schwarze fühlen sich von ihren Mitbürgern missverstanden. Eine einfache Möglichkeit, in dieser Hinsicht etwas zu ändern, besteht darin, sich als Führungskraft oder Angestellter selbst über Rassismus aufzuklären. Außerdem sollten Arbeitgeber ihren Mitarbeitern die Möglichkeit geben, sich weiterzubilden - durch Seminare, offene Diskussionen und Workshops. Bieten Sie Ihren Mitarbeitern die notwendigen Möglichkeiten, sich darüber zu informieren, wie sich Rassismus auf andere auswirkt und wie er die Kollegen am Arbeitsplatz beeinflusst.
Fazit
Letztlich liegt der Schlüssel zum Erfolg darin, vorbereitet zu sein. Sie müssen wissen, wie Sie sich und Ihre Mitarbeiter am besten informieren, wie Sie Ressourcen bereitstellen und wie Ihr Unternehmen mit rassistischen Themen umgeht. Wir sollten aus dem Prozess gegen Derek Chauvin lernen, und der beste Weg ist, einen Aktionsplan aufzustellen, der den tatsächlichen Wandel am Arbeitsplatz vorantreibt.



